Forbildungspflicht für Makler

Ab dem ersten August 2018 gilt die Fortbildungspflicht für Makler und Wohnimmobilienverwalter (20 Stunden in 3 Jahren). Verwalter müssen zusätzliche Anforderungen erfüllen. Das gilt auch für Ihre Angestellten, wenn diese unmittelbar bei den erlaubnispflichtigen Tätigkeiten mitwirken. Wenn Behörden und/oder Kunden anfragen müssen sie in Textform über ihre Qualifikation und Weiterbildung der letztes 3 Jahren informieren. Dies kann auch mit der Veröffentlichung (und dem Hinweis darauf) auf der Homepage geschehen.

Wer dieser Weiterbildung nicht nachkommt und/oder keine Nachweise erbringen kann oder will kann mit einem Bussgeld bis zu 5.000.- Euro bestraft werden. Dafür wurden neue Ordnungswidrigkeitstatbestände eingeführt.

Sie sehen wieder einmal: Viel Aufwand und Steuergeldverschwendung unserer „Volksvertreter“ für „heisse Luft anstatt die maroden Schulen (einstürzende Schulgebäude, marode Klassenräume, Schulschliessungen, usw.) zu sanieren. Genauso wie das Bestellerprinzip bei Vermietungen einen „Schuss in den Ofen“ war und unsinnig (wir berichteten) ist dies wieder einmal ein unsinniges Gesetz dieser Regierung. Die Verordnung lässt allerdings weitgehend offen wie und durch wen sich der Makler fortbilden lässt. Als Beispiele werden Seminare, E-Learnings und betriebsinterne Massnahmen genannt.

Wie alles im Leben hat dieses „Gesetz“ 2 Seiten der Medalie:

Struktur- Maklervertriebe wie Engel und Völkers, Remax und Postbank (die im Hintergrund anscheinend grossartige Lobbyarbeit geleistet haben) können nun ganz leicht weiter Ihre „Immobilienspezialisten“, welche in für die Mitarbeiter teuren firmeninternen „Jubel- Klatsch- und Weiterbildungsveranstaltungen“ in wenigen Stunden „ausgebildet werden über die Lande schicken und den Kunden Unsinn erzählen.

Diese „Fortbildungsmassnahmen“ bringen diesen Stuktur-Firmen damit weitere Gelder ohne viel Aufwand in die Kassen. Der Wert und das Fachwissen was in diesen Veranstaltungen in der Regel vermittelt wird ist gleich NULL. Da bei diesen Vertrieben die Mitarbeiter ständig kommen und gehen wird diesen Firmen immer neues Geld in die Kassen gespühlt ohne dass sie dafür in ihrem Kernbereich (dem Immobilienverkauf) tätig waren.

Das ist doch toll oder?

Der Immobilienverband IVD kritisierte diese von der Bundesregierung eingeführte neue Regelung und vermittelt den Eindruck für alle Immobilienmakler und Immobilienberater zu vertreten. „Dies ist aber bei weitem nicht der Fall“, so der Pressesprecher der Fairpreis-Immobiliengruppe.

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