Weitere unsinnige Gesetze: Die Wohnimmobilienkreditrichtlinie

Wohnimmobilienkreditrichtlinie

Wieder einmal hat die Bundesregierung zugeschlagen und verhindert damit den Erwerb von Wohneigentum. Dies ist umso erstaunlicher, weil gerade diese Bundesregierung immer wieder fordert ein zweites Standbein für die Rente aufzubauen, das sie aber für Klein- und Mittelverdiener mit diesem Gesetz definitiv zunichte macht.

Da helfen auch keine unqualifizierten und geradezu lächerlichen und Naiven Äußerungen eines sogen. „Staatssekretärs“ Ulrich Kelber von der SPD, der nicht unwesentlich an diesem Gesetz und Disaster mitgewirkt hat. Er sollte lieber in seinem Informatikerberuf bleiben und sich nicht Dingen widmen von denen er augenscheinlich keine Ahnung hat. Herr Kelber wird vermutlich in seinem eigenen Haus wohnen, hat aber gleichzeitig vielen Arbeitnehmer die eigenen vier Wände verwehrt.

 Es ist als nichts gut gemacht Herr Kelber!

Seit dem 21. März 2016, dem sogen. schwarzem Montag müssen die Finanzierer darauf achten, dass der Kunde den Kredit über die gesamte Laufzeit zurückzahlen kann. Dies war zwar schon immer so (Banken waren in Ihrem ureigenen Interesse daran interessiert, dass der Kunde sein Geld zurück bezahlt), aber die Bundesregierung hat dies nun im Gesetzestext formuliert. Durch diese Formulierung steigt aber für die Banken das Risiko, selbst haften zu müssen, wenn der Kredit in der Zukunft ausfällt. Sie erhöhen deshalb notgedrungen die Hürden, für die Darlehensvergabe. Das trifft vor allem junge Familien, dem Klientel welches vor allem Wohneigentum erworben hat.

Zusätzlich dürfen Banken sich bei der Gewährung des Kredits nicht mehr maßgeblich darauf stützen, dass der Wert der Immobilie die Höhe des Kredits übersteigt. Nicht einmal die Annahme, dass der Wert der Immobilie steigt, darf als Hauptargument für die Kreditwürdigkeit gelten. Die Folge ist, dass Verbraucher mit geringen laufenden Einnahmen ihre Kreditwürdigkeit verlieren, und zwar selbst dann, wenn sie in einer wertvollen Immobilie wohnen. Das betrifft vor allem Rentner, die zum Beispiel ihr Haus renovieren oder altersgerecht umbauen wollen.

Das ist vollkommen absurd und an der Wirklichkeit vorbei regiert.

Die neue Richtlinie erschwert es Bürgern, an Wohneigentum zu kommen

In der für Banken ohnehin angespannten Lage führt dies dazu, dass manche keine Risiken mehr eingehen. Ihr Motto: Lieber einen Kredit nicht gewähren, als hinterher für ihn haften zu müssen. Banken lehnen in weiser Voraussicht vor einer Klage lieber eine Finanzierung ab, als sich wegen einer Falschberatung in den kommenden Jahren in der Presse wiederzufinden. Bei einzelnen Banken ist die Ablehnungsquote um 20 bis 30 Prozent gestiegen.

Aber die Banken hatten schon vorher nicht leichtfertig Kredite vergeben, sie vertrauten nicht übermäßig auf Wertsteigerungen. Der Boom in Deutschland ist nicht durch Spekulation getrieben, sondern hat nachvollziehbare Gründe: Die Quote der Immobilienbesitzer ist in Deutschland deutlich geringer als im europäischen Vergleich, etwa in Spanien oder Italien. Hinzu kommt, dass eine abbezahlte Immobilie eine der besten Formen der Altersvorsorge ist, weil im Alter keine Miete mehr anfällt. Es müsste deshalb gesellschaftlich gewünscht sein, dass die Bundesbürger zu mehr Wohneigentum kommen. Die neue Richtlinie zu Immobilienkrediten erschwert dies aber, anstatt es zu erleichtern.

Nun entsteht eine Zweiklassengesellschaft in Deutschland

Nur die Reichen können sich Wohneigentum leisten. Der Normalbürger schaut in die Röhre.

Ein Baudarlehen wird von Banken und Sparkassen nun ähnlich behandelt wie ein Konsumentenkredit.  Ältere Darlehensnehmer oder junge Familien mit wenig Eigenkapital stehen vor verschlossenen Türen.

Typische Mieterhaushalte und Sparer haben es also immer schwerer, Wohneigentum zu bilden und damit fürs Alter vorzusorgen. Gleichzeitig kaufen wohlhabende Anleger schillernde Neubauten und Mietwohnungen in den Ballungszentren, da sie wegen der niedrigen Zinsen kaum noch Rendite-Alternativen finden. Sie fördern mit viel Bargeld die Entstehung einer Preisblase, die den Normalbürgern das Nachsehen gibt.

Kommentar verfassen