Mietkauf ist toll!! Zwar nicht für Sie, aber für die Anderen.

Mietkauf ist toll; nicht für Sie aber für die Anderen!

Immer wieder werden wir auf das Thema angesprochen und wir können es bald nicht mehr hören. Deshalb haben wir mit der freundlichen Genehmigung der Kanzlei Immobilienakuthilfe hier eine Beschreibung in diesen Blog gesetzt. Vielen Dank dafür.
Weitere Diskussionen über das Thema findet man hier.

Mietkauf ist toll, für den Vermittler, und kann auch toll für den Verkäufer sein; kann…aber bestimmt ist es nicht toll für Sie.

Mietkauf ist ein Modell, das bereits in den 70 Jahren viele Familien in den Ruin getrieben hat. Also nichts Neues wie die Branche uns immer glauben machen möchte.

Die Vorgehensweise
ist im Großen und Ganzen gleich und unterscheidet sich nur durch andere Namen und/oder keine unwesentliche Unterschiede:
Der Interessent erhält die Chance in 10, 20 oder 25 Jahren sein Mietobjekt zu einem festen vereinbarten Preis zu erwerben. Die mtl. Miete wird auf den späteren Kaufpreis angerechnet.

Mittlerweile warnen sogar die Verbraucherzentralen vor diesen Modellen.
Die Vermittler kassieren enorme Provisionen von manchmal mehr als 25 Prozent die der Käufer zahlen muss.
Durch das weitere Bezahlen der Miete bei gleichzeitigem Ansparen erhöht sich die mtl. Belastung noch weiter. Dies ist umso kritisch und vollkommen unrealistisch zu sehen, da gerade finanziellen schwachen Klienten (oder sollten wir von Opfern sprechen?) das Mietkaufen angeboten wird.

Das ist unseriös, denn laut Vertrag müssen die Mietkaufopfer den festgelegten Kaufpreis bis zu einem festgelegten Termin angespart haben. Das können sich Geringverdiener (die Hauptklienten dieses Modells) gar nicht leisten.

Es wird auch nur ein geringer Teil der Miete angerechnet so dass ein unrealistisch hoher Restkaufpreis bleibt.
Die Mietkosten sind zudem überhöht und die Folgekosten nicht kalkulierbar.

Zusätzlich sind die Immobilien welche über Mietkauf angeboten werden in schlechte Lagen und überteuert.

Selbst in den wenigen Fällen in denen das Modell gut geht wurde dann die Immobilie um ein vielfaches teurer erkauft als bei einem normalen Bankdarlehen.
Daran ändern auch die Rechentricks der Mietkauf-Anbieter nichts

Noch wurde hier gar nicht daran gedacht was passiert wenn der Interessent die enorme Belastung nicht mehr tragen kann und in die Insolvenz gehen muss; oder ein Gläubiger Fremdinsolvenz beantragt?
Gem. § 35 InsO umfasst das Insolvenzverfahren das gesamte Vermögen, das dem Schudner zur Zeit der Eröffnung des Verfahrens gehört. Folglich auch das Haus, auch wenn man noch nicht im Grundbuch eingetragen ist.
Der Insolvenzverwalter wird sicherlich versuchen die vertragliche Beziehung aufzulösen und den Betrag zur Insolvenzmasse nehmen. Dann haben sie nur jahrelang eine überhöhte Miete bezahlt sind pleite und stehen auf der Straße.

Warum gibt es Mietkauf?
“Damit man ein Objekt endlich loswird, das regulär keiner will”, so der Fachmann. Er ist überzeugt: Alle Beteiligten an diesem Geschäft profitieren – nur nicht der Mieter.

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